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Therapeuten klagen Kasse
Vertrag für Psychotherapie auf Krankenschein fehlt noch immer und ist heftig umstritten.


von Martin Link
Kleine Zeitung, Ausgabe Steiermark, 1.2.01

Jahrelang wurde auf Bundesebene verhandelt, jetzt spitzt sich die Situation zwischen Gebietskrankenkasse und dem steirischen Landesverband für Psychotherapie zu. Stein des Anstoßes ist der Vertrag über Psychotherapie auf Krankenschein. Nach Ansicht der steirischen Psychotherapeuten ist sich die Gebietskrankenkasse (GKK) mit einem oberösterreichischen Verein darüber einig, ihm die psychotherapeutische Versorgung in der Steiermark zu übertragen - "ohne dass mit uns je ernsthaft verhandelt wurde", wie der Steiermark-Vorsitzende, Paul F. Paß, kritisiert.
Die Konsequenz: In den nächsten Tagen werde der Landesverband eine Klage einbringen, um eine "einstweilige Verfügung gegen diesen Schritt der GKK zu erwirken", kündigt Geschäftsführer Erich Christian Schenk an. Mit einem Schreiben umwerbe der oberösterreichische Verein bereits alle 550 Psychotherapeuten der Steiermark, "als Mitarbeiter in einem Angestelltenverhältnis für die Grundversorgung der steirischen Bevölkerung". Sollte diese Lösung mit einem oberösterreichischen Anbieter zustande kommen, "ist das ein Feigenblatt, aber kein Angebot im Sinne der psychisch kranken Bevölkerung".

Kassenobmann Erwin Spindelberger kann die Erregung der Psychotherapeuten hingegen nicht nachvollziehen. "Wir haben keinen Vertrag abgeschlossen, sondern den Verein gebeten, ein Grobkonzept vorzulegen. Die oberösterreichische Kasse kooperiert mit diesem Anbieter seit geraumer Zeit." Dies geschehe, um das Konzept mit den Vorstellungen des steirischen Psychotherapeutenverbandes vergleichen zu können. Spindelberger: "Das wird ja wohl noch erlaubt sein, Vergleichsangebote zu studieren." Die Klagsandrohung ist für Spindelberger "keine adäquate Reaktion".
Spindelberger - selbst hoher Funktionär des Gewerkschaftsbundes - kann auch "keine schiefe Optik darin erkennen, dass der ÖGB Mitglied des Vereines ist, der uns nun ein Angebot vorlegen soll".
Genau dieser Umstand ist aber ein weiterer Kritikpunkt der steirischen Psychotherapeuten. "Dem Verein würden nach dem aktuellen Tarifmodell sechzehn Millionen Schilling bleiben, nachdem er die Honorare an die Psychotherapeuten ausbezahlt hat", zitiert Erich Christian Schenk eine interne Berechnung des Landesverbandes. Verhandlungen über Tarife habe es noch gar keine gegeben, entgegnet Spindelberger. "Mitte Februar liegt das Papier aus Oberösterreich vor, dann ist auch ein Gespräch mit dem Landesverband vereinbart."
Dabei sollte es Psychotherapie auf Krankenschein laut Gesetz schon seit 1991 geben. Verhandlungen auf Bundesebene sind nach einer Ablehnung des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger nach fast zehn Jahren im April 2000 gescheitert. Bisher gibt es nur in Wien und Tirol Verträge auf Landesebene.


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Bezahlte Psychotherapie "im Reich der Träume"
Psychotherapie auf Krankenschein ist wieder in weite Ferne gerückt.


von Bernd Melichar
Kleine Zeitung, Ausgabe Steiermark, 7.9.00

Es war in greifbarer Nähe - jetzt ist es wieder in weiter Ferne. Seit nunmehr zehn Jahren basteln die Krankenkassen und Psychotherapeuten in Österreich an einem Gesamtvertrag, der beinhaltet, dass künftig psychotherapeutische Behandlungen auch auf Krankenschein möglich sind. Derzeit scheint das aber Zukunftsmusik zu sein. Die Verhandlungen mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sind im April in allerletzter Sekunde gescheitert. Hauptsächlich wurden finanzielle Gründe angeführt. Wie es jetzt weitergehen wird, ist ungewiss.
"Wir hoffen noch immer, dass die Kassen einlenken", meint Paul Pass, Vorsitzender des steirischen Landesverbandes für Psychotherapie. "Wir bemühen uns jedenfalls, mit der Kassa in der Steiermark eine regionale Lösung zu finden."
Der steirische Gesundheitslandesrat Günter Dörflinger sieht derzeit jedenfalls keine Möglichkeit, Psychotherapie auf Krankenschein über die Kassen zu realisieren. Wenn die steirische Gebietskrankenkasse schon ihre jetzigen Leistungen nicht finanzieren könne, so Dörflinger, sei es "frivol", von ihr zusätzliche Leistungen einzufordern.
Dörflinger geht aber einen anderen Weg. Ob dieser Erfolg versprechend ist, ist eine andere Frage: Er hat sich direkt an Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck gewandt und für die Steiermark eine Sonderfinanzierung des Bundes gefordert. Andere Lösungen verweist Dörflinger derzeit ins "Reich der Träume".
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist derzeit dabei, einen "Aufbau alternativer Versorgungsstrukturen" zu organisieren. Verhandelt wird nicht mehr mit den Psychotherapeuten, sondern mit medizinischen Zentren, die auch psychotherapeutische Behandlungen anbieten. Abteilungsleiter Peter Scholz: "Dieses Modell hat sich in anderen Bundesländern bereits bewährt." Dass man sich mit den niedergelassenen Psychotherapeuten an einen Tisch setzt, ist laut Scholz derzeit in weiter Ferne.


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"LKH vorzuziehen war die richtige Entscheidung"
Hiobsbotschaft für den Gesundheitspark Bad Aussee.
Hauptverband: "Psychotherapie im Krankenhaus können wir uns nicht leisten".

von Christian Nerat
Kleine Zeitung, Ausgabe Steiermark, 21.06.00

Eine neuerliche Hiobsbotschaft gab es dieser Tage für den geplanten Gesundheitspark in Bad Aussee. Zumindest die im Projekt vorgesehene Privatklinik für psychosomatische Erkrankungen des deutschen Spezialisten Dr. Rother scheint vorerst in weite Ferne gerückt.

Schlechte Nachrichten. "Überbringer" der für die Bad Ausseer Stadtväter extrem unerfreulichen Nachricht war der Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Josef Probst, der zum Gesundheitspark erstmals klare Worte fand. Er halte, erklärte Probst in einem ORF-Interview, das Projekt zwar für spannend und interessant, aber neue Behandlungsmethoden und Psychotherapie im Krankenhaus, "das können sich die Krankenkassen nicht leisten". Bestätigt. Der steirische Spitalslandesrat Günter Dörflinger sieht sich durch die jüngste Wende in Sachen Gesundheitspark bestätigt: "So wie es jetzt aussieht, war es richtig, das Modul ,Neubau Landeskrankenhaus Bad Aussee' vorzuziehen. Das Land hat mit dieser Entscheidung endlich Bewegung in die Sache gebracht." Dörflinger hatte vor rund einem Monat - die Kleine Zeitung berichtete - angekündigt, den dringend benötigten Neubau des LKH Bad Aussee unabhängig von der Realisierung des Gesundheitsparkes umsetzen zu wollen. Für den Spitalsbau mit geschätzten Gesamtkosten von rund 300 Millionen Schilling gibt es mittlerweile auch einen entsprechenden Grundsatzbeschluss des Landes. Günter Dörflinger will aber trotz der ablehnenden Haltung des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger auch weiter am geplanten Gesundheitspark in Bad Aussee festhalten: "Ich kann die jetzige Aussage des Hauptverbandes nur zur Kenntnis nehmen. Für das Land Steiermark bleibt trotzdem der Gesundheitspark für Bad Aussee als Gesamtprojekt ein wesentliches Ziel."


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Ausgeblutet

VON BERND MELICHAR
Kleine Zeitung, Ausgabe Steiermark, 05.05.00

Bereits seit zehn Jahren steht in Österreich ein Vertrag zwischen Psychotherapeuten und den Krankenkassen zur Debatte. Zuerst wollten die Therapeuten nicht, als diese sich endlich zusammengerauft hatten, schossen letztlich einige Kassen quer. Faktum ist, dass der Vertrag, wie berichtet, im letzten Moment wieder nicht zustande kam.
Das bedauert jetzt auch der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Otto Pjeta. Zuerst spricht Pjeta noch kurz vom Anspruch der Bevölkerung auf ganzheitliche Gesundheitsbetreuung, kommt dann aber zum Punkt: In Österreich gebe es 639 Ärzte in Ordinationen, die über eine hohe Qualifikation in Psychotherapie verfügen würden. Nur ein Teil davon hätte allerdings einen Kassenvertrag.
Nichts für ungut, Herr Doktor, aber um die Frage der Versorgung von möglichst vielen Ärzten mit Kassenverträgen kann es sich in dieser Diskussion wohl nicht drehen. Zumal der Ärzte-Präsident auch einen nicht unwesentlichen Punkt zu übersehen scheint: Die Kassen sind finanziell bekanntlich dermaßen ausgeblutet, dass dort ohnehin nicht mehr viel "abzuzapfen" ist.
Beim Thema Psychotherapie auf Krankenschein kann es nur um eine Gruppe gehen: um jene Patienten, die sich eine notwendige Psychotherapie schlichtweg nicht leisten können.


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Doch keine Psychotherapie auf Krankenschein möglich -
Vertrag mit Hauptverband der Sozialversicherungsträger gescheitert

VON BERND MELICHAR
Kleine Zeitung, Ausgabe Steiermark, 27.4.00

Psychotherapie auf Krankenschein war bereits in absoluter Griffweite. Wer zu einem Psychotherapeuten geht, muss aber weiterhin - mitunter tief - in die eigene Tasche greifen: Die Verhandlungen mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sind nämlich in der Nacht auf Mittwoch nach heftigen Debatten gescheitert. "Und zwar an der politischen Wetterlage", wie Paul Pass, Vorsitzender des Steirischen Landesverbandes der Psychotherapeuten, kritisiert. Die "schwarzen" Kassen Tirol, Vorarlberg, die Beamtenversicherungsanstalt und die Bauernkassen hätten nämlich gegen die eigene Leitung des Hauptverbandes mit "Nein" gestimmt. Hauptsächlich wurden finanzielle Gründe angeführt. Einige Kassen argumentierten, dass sie eigene Modelle hätten.
Pass ortet nach dem Scheitern des Vertrages drei Verlierer: "Die Patienten, die bereits fix mit diesem Vertrag gerechnet haben. Die Psychotherapeuten, die als Kassentherapeuten einen festen Platz im Gesundheitssystem erhalten hätten sollen." Und nicht zuletzt die Kassen selbst. Die, so Pass, hätten die Chance vergeben, sich durch eine ambulante psychische Gesundheitsversorgung lange und kostspielige Spitalsaufenthalte zu ersparen.
Die Psychotherapeuten hoffen jetzt, dass die Verhandlungen auf regionaler Ebene weitergehen.
"Das Porträt des Begründers der modernen Psychotherapie, Siegmund Freud, ist in Österreich überall im Umlauf, auf der 50-Schilling-Banknote nämlich", ätzt Paul Pass. "Der Zugang zur Psychotherapie wird den Menschen aber weiterhin erschwert."


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Psychotherapie: Waneck über Scheitern "nicht erfreut"

Kleine Zeitung, 27.4.00

Die jahrelangen Bemühungen um ein Konzept, das Psychotherapie auf Krankenschein ermöglicht, scheinen kein positives Ergebnis zu zeitigen. Die Krankenkassen konnten sich in ihrer jüngsten Verbandskonferenz nicht auf den Abschluss eines österreichweiten Vertrages mit den Therapeuten einigen.
"Das erfüllt uns nicht mit Freude", zeigte sich Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck am Donnerstag wenig begeistert über das Scheitern. Sein Pressesprecher Martin Glier teilte mit, dass es kommende Woche in einer Unterredung zwischen Waneck und dem Präsidenten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Sallmutter, auch um dieses Thema gehen wird. Der Staatssekretär werde versuchen, dahingehend einzuwirken, dass vielleicht doch noch eine Lösung gefunden werde.
Diese dürfte, falls es sie jemals gibt, aber noch längere Zeit auf sich warten lassen. "Präsident Sallmutter wollte den Vertrag, aber es hat im Hauptverband keine Mehrheit dafür gegeben", betonte eine Verbands-Sprecherin. Sie bestätigte, dass es die erste derartige Abstimmung innerhalb der Vereinigung gewesen ist. Am vergangenen Dienstag fehlten die Stimmen zweier Mitglieder auf die erforderliche Mehrheit von 19 Befürwortern. Grundsätzlich sei es aber möglich, dass die Angelegenheit noch einmal auf die Tagesordnung komme, hieß es beim Hauptverband.
Lange Zeit war innerhalb des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) um die Annahme des Vertragsangebots gerungen worden. Kritik gab es unter anderem am Honorar sowie an den Ausbildungs- und Praxisvoraussetzungen, von denen der Hauptverband die Erteilung eines Kassenvertrages abhängig gemacht hatte. Zuletzt sorgten jedoch bereits die Kassen selbst für Verzögerungen. Im März dieses Jahres wurde die Abstimmung über einen Gesamtvertrag von der Tagesordnung der zuständigen Sitzung genommen. Das es jetzt sogar zu einer Ablehnung gekommen ist, stieß beim Präsidenten des ÖBVP, Alfred Pritz, auf Unverständnis. Er forderte die Kassen in einer Aussendung auf, Psychotherapie auf Krankenschein nun in Form von Einzelverträgen umzusetzen.


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An diesem Vertrag krankt es
Psychotherapie auf Krankenschein bleibt weiterhin Zukunftsmusik für die Patienten. Einige Kassen legten sich quer, außerdem wird auf die prekäre finanzielle Situation verwiesen.
VON BERND MELICHAR

Kleine Zeitung (Ausgabe Steiermark), 27.3.00


Seit nunmehr fast zehn Jahren wird in Österreich um Psychotherapie auf Krankenschein gepokert. In der Vorwoche hätte es endlich zum Vertragsabschluss zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und dem Bundesverband für Psychotherapie kommen sollen, doch die Vereinbarung platzte in letzter Sekunde. Auf Druck einiger Krankenkassen wurde dieser Punkt einfach von der Tagesordnung genommen. Jetzt heißt es für die Patienten weiterhin "bitte warten". Peter Scholz vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger führt gegenüber der Kleinen Zeitung drei Gründe an, warum es doch nicht zum Abschluss des unterschriftsreifen Vertrages gekommen ist. Erstens hätten die Krankenkassen Tirol und Vorarlberg nicht zugestimmt. Zudem sei die finanzielle Situation der Krankenkassen im Allgemeinen derzeit äußerst prekär. "Und außerdem waren wir über das Vorgehen der Psychotherapeuten verunsichert." Damit spielt Scholz auf eine Resolution an, die die Psychotherapeuten verabschiedet haben und worin auf die Schwachpunkte des Vertrages hingewiesen wurde. Diese Resolution wurde später zwar wieder zurückgenommen, die Kassen waren offenbar dennoch "verschnupft".
Dass der Vertrag weder für die Therapeuten noch für die Patienten "wirklich gut" ist, dieser Meinung ist auch Erich Schenk vom Steirischen Landesverband der Psychotherapeuten. "Von den Therapeuten werden zum Beispiel hohe Zusatzanforderungen auf dem Gebiet der Psychiatrie gefordert, und das ist einfach nicht einsichtig. Ein Psychotherapeut ist ja schließlich kein Psychiater und soll diesen auch nicht ersetzen." Und für die Patienten sei der Vertrag deshalb nicht optimal, weil von einer flächendeckenden Versorgung keine Rede sein könne. In der Steiermark etwa ist vorgesehen, dass nur 41 Psychotherapeuten einen Kassenvertrag erhalten.
"Aber", so Schenk", "ein schlechter Vertrag ist besser als gar keiner." Wie notwendig psychotherapeutische Behandlung auf Krankenschein wäre, belegen einige Zahlen. Schätzungen zufolge würde ein Viertel aller Österreicher eine Behandlung benötigen. Eine Therapie dauert durchschnittlich 40 Stunden, eine Stunde kostet rund tausend Schilling. Schenk: "Und das können sich viele Menschen schlicht und einfach nicht leisten. Die gehen dann halt zum Hausarzt und lassen sich irgendwelche Tabletten verschreiben."
Alfred Pritz, der Präsident des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie, ist zuversichtlich, dass es doch noch zu einem Vertragsabschluss kommen wird. "Am 25. April findet die Abstimmung statt und ich glaube, dass es dann zu einer Einigung kommen wird." Für Pritz ist es "unverständlich, warum die Kassen überhaupt so lange zuwarten". Das finanzielle Argument lässt er nicht gelten. "Man braucht nur mittelfristig zu denken, um zu erkennen, dass man mit einer guten psychotherapeutischen Versorgung sogar Geld spart. Es würde weniger Frühpensionisten geben, der Medikamentenbedarf würde sich reduzieren, außerdem gäbe es weniger Krankenhausaufenthalte." Der Hauptverband sieht das freilich anders: Bisher würde man jährlich rund 350 Millionen Schilling für die Refundierung von Honoraren aufwenden, bei Realisierung des Vertrages dürften es dann rund 700 Millionen Schilling sein.
Österreichweit sollen, sofern der Vertrag zustande kommt, 415 Therapeuten einen Kassenvertrag erhalten. "Das klingt nicht viel", meint Alfred Pritz. "Aber wenn der Bedarf gegeben ist, und davon kann man ausgehen, wird es hoffentlich eine Aufstockung geben."


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Kein Grund zur Freude
Leserbrief

Kleine Zeitung (Ausgabe Steiermark)

Psychotherapie auf Krankenschein heißt: Ich werde behandelt und muss nichts bezahlen. Aber viele Menschen werden sich jetzt keine Psychotherapie mehr leisten können, denn von den rund 500 steirischen Psychotherapeuten, die bisher zur Verfügung standen, wird nur noch ca. ein Fünftel mit den Kassen rückverrechnen dürfen. Dieses Fünftel wird für die Klienten erschwinglicher als bisher. Bei den restlichen vier Fünfteln kostet Psychotherapie dann zwar auch nicht mehr als eine Handwerkerstunde, ist aber dennoch für viele nicht leistbar. Zu erwartende Effekte: Kassen- und Wahltherapeuten ausgebucht über Monate, lange Wartezeiten. Andere Therapeuten: großes Angebot, zu geringe Nachfrage.

Ulrike Kirchpal, Eggersdorf


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