
LINZ. Fünf niedergelassene Psychiater mit Kassenverträgen für ganz Oberösterreich
- so sieht derzeit die Versorgung im Bereich der Psychiatrie aus. Die Gebietskrankenkasse,
die sich der enormen Versorgungslücke langsam bewusst wird, sagt Verbesserung
zu.
Mit fünf Psychiatern und 20 Neurologen ist Oberösterreich österreichweit am
schlechtesten versorgt. "Auf einen Facharzt kommen etwa 300.000 Einwohner",
rechnet der Standesvertreter der Psychiater, Egon Michael Haberfellner aus Linz,
vor, "ein Facharzt hat bei uns im Schnitt 600 Patienten zu versorgen, in Deutschland
sind es zur Relation nur 100 bis 150, in den USA gar nur 60 Patienten." In Zeit
ausgedrückt mache das in Oberösterreich etwa 25 Minuten pro Patient in drei
Monaten. Die Wartezeiten betragen zudem oft Wochen, von den Anfahrtswegen ganz
zu schweigen. "Dieses Versorgungsmanko ist einfach unhaltbar", gibt sich auch
der ärztliche Leiter der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg, Primar Werner Schöny,
kämpferisch, "es geht nicht länger an, dass Psychiatrie und Psychotherapie an
den Rand der medizinischen Versorgung gedrängt werden."
Bei der OÖ. Gebietskrankenkasse zeigt man leises Einsehen: "Auch wenn die internationalen
Zahlen nicht eins zu eins auf Oberösterreich umzulegen sind, weil es bei uns
doch auch Krankenhaus-Ambulanzen im Psychiatriebereich und Anlaufstellen wie
den Verein pro mente infirmis gibt, ist Oberösterreich eindeutig sehr schlecht
versorgt", gesteht der für den Vertragsärztebereich bei der Kasse zuständige
Franz Kiesl. Erst mit der Trennung des Berufsbildes Neurologe und Psychiater
sei die Minderversorgung eklatant augenscheinlich geworden, so Kiesl. "Wir haben
zu Jahresbeginn eine zusätzliche Psychiaterstelle für den Raum Vöcklabruck geschaffen.
Im kommenden Jahr soll ein sechster Psychiater-Platz dazukommen", kündigt Kiesl
an, "langfristig wollen wir auf eine Verteilung von 13 Psychiatern und 13 Neurologen
kommen". Das heißt, beim Ausscheiden eines Neurologen soll die Stelle mit einem
Psychiater nachbesetzt werden. Besonderes Augenmerk wolle man auch darauf legen,
dass im stark unterversorgten ländlichen Raum eine bessere psychiatrische Versorgung
gesichert wird. "Leider geht das aus Geldmangel nur schrittweise", bedauert
Kiesl.

Drei bis fünf Prozent der Oberösterreicher bräuchten Psychotherapie. Nicht
jeder kann sich diese leisten. Am 1. Jänner 2001 wird für ein Jahr ein
kostenloses Therapiemodell für sozial Bedürftige gestartet. "Die
Oberösterreichische Gesellschaft für Psychotherapie (OÖGP) und die
Gebietskrankenkasse wickeln das Projekt ab. 20 Psychotherapeuten in OÖ. sind
eingebunden. Sie entscheiden, welche Klienten kostenlos betreut werden. Die
Kasse zahlt einen Sozialtarif von 650 Schilling pro Stunde", erklärt Walter
Lindner, Vorstandsmitglied der OÖGP. Die Gebietskrankenkasse kostet das
Projekt 3,2 Millionen Schilling. Seit fünf Jahren läuft ein ähnliches
Projekt mit dem Verein für Prophylaktische Gesundheitsarbeit. "Zwei kleine
Schritte auch sozial Schwachen Therapie zu ermöglichen. Dies ist bedeutend,
weil psychische Erkrankungen zweithäufigste Ursache für eine
Frühpensionierung sind", sagt DDr. Oskar Meggeneder, Direktor der OÖGKK.
(rad)

Seit 1990 gilt zwar in Österreich ein vorbildliches Psychotherapiegesetz,
dieses zehnjährige Jubiläum ist trotzdem kein Grund zum Feiern: weil es
immer noch keine Psychotherapie auf Krankenschein gibt. Durch das bestehende
Zuschusssystem - die Kassen zahlen nur 300 S pro Stunde - müssen Patienten
nach wie vor bis zu 75 Prozent der Kosten selbst bezahlen, kritisiert
Margret Aull vom Bundesverband für Psychotherapie.

Die seit 1992 beschlossene und im Vorjahr zwischen Berufsvertretung und Sozialversicherungen
ausverhandelte Kostenübernahme der Psychotherapie durch die Krankenkassen kommt
vorerst wieder nicht. Die Annahme der Vereinbarung durch den Hauptverband scheiterte
an VP-dominierten Gebietskrankenkassen in Westösterreich sowie an Vertretern
der Beamten- und Bauernkassen.
WIEN. Die Suche nach einem Rezept zur Sanierung der schwer defizitären Krankenkassen
steht im Mittelpunkt der heutigen Regierungsklausur über das Gesundsheitswesen.
Ein Budgetloch von 5,5 Mrd. Schilling, so lautet die niederschmetternde Diagnose
für die heimischen Krankenkassen laut Gesundheitsstaatsekretär Reinhard
Waneck. Ohne Gegensteuern soll das Finanzloch im kommenden Jahr auf neun Milliarden
ansteigen. Waneck will daher fünf Mrd. S einsparen. Zu erreichen sei das Sanierungsziel
einerseits über gesetzliche Maßnahmen, vor allem im ASVG, und andererseits
über Verhandlungen mit den Apotheken, der Pharmaindustrie sowie dem Großhandel.
Großes Einsparungspotenzial gebe es in der Verwaltung der Kassen selbst.
Völlig unangetastet sollen die bisherigen Leistungen bleiben. Vielmehr will
der Staatssekretär zusätzliche Leistungen, wie Heimpflege, Psychotherapie
und Behandlungen außerhalb der Spitäler ausbauen.
Für Konfliktstoff sorgte jüngst die Absicht Wanecks, künftig einen
Selbstbehalt im Form eines 80-Schilling-Behandlungsbeitrages in den Ambulanzen einzuführen.
Damit sollen Patienten zu den niedergelassenen Ärzten gebracht werden.
Ein strikter Gegner des Selbstbehaltes ist der Präsident des Hauptverbandes
der Sozialversicherungsträger, Hans Sallmutter. Damit wären nur 84 Mio.
S pro Jahr zu holen. Priorität habe eine Zweckbindung von Abgaben wie der Tabaksteuer
vor einer "moderaten Beitragserhöhung". Darüber hinaus sei die
Sozialversicherung bestrebt, ihre Ausgaben zu senken, vor allem durch eine Eindämmung
der zuletzt stark gestiegenen Medikamentenkosten.
ÖAAB-Obmann Werner Fasslabend tritt vehement gegen Beitragserhöhungen
auf, Selbstbehalte sind für ihn "die allerletzte Möglichkeit".
Mindestens drei Mrd. S seien über Einsparungen im Medikamentenbereich zu lukrieren.
Hier habe Sallmutter seine Einflussnahme auf die Pharmaindustrie "sträflich
vernachlässigt". Sallmutter weist dies ebenso wie die neuerliche Rücktrittsaufforderung
durch Fasslabend zurück.
Nach langen Kämpfen und Krämpfen hat man sich geeinigt: Ab 1. Juli
können seelisch Kranke bei 415 Psychotherapeuten in Österreich einen Krankenschein
abgeben, so wie jetzt bei Ärzten mit Kassenvertrag.
Zehn Jahre hatte es Verhandlungen zwischen Psychotherapeuten und Hauptverband der
Sozialversicherungen, also den Krankenkassen, gegeben. In den ersten Jahren war
die Einführung der Psychotherapie auf Krankenschein an den Kassen gescheitert,
zuletzt gab es gegen einen bereits ausgehandelten Vertrag Widerstand von einem Teil
der Therapeuten.
Einer der Hauptstreitpunkte waren zuletzt die vom Hauptverband geforderten Kriterien
für jene Therapeuten, die einen Kassenvertrag bekommen sollen. Man hat einen
Kompromiss gefunden. Nach wie vor aber werden die Kriterien nicht von allen Psychotherapeuten
in Österreich erfüllt.
Für Patienten ist wichtig, zwischen drei Gruppen von Therapeuten zu unterscheiden.
·415 werden einen Kassenvertrag haben und dürfen von Kassenpatienten
grundsätzlich kein Bargeld nehmen, auch dann nicht, wenn sie "besondere
Leistungen" anbieten. Diese Therapeuten erhalten von den Kassen pro Sitzung
S 650,- Honorar.
Eine zweite Gruppe von Therapeuten, die auch die "Kassenkriterien" erfüllen,
gelten als "Wahltherapeuten". Ihre Rechnung muss nach wie vom Patienten
bar bezahlt werden, die Kasse refundiert aber 80 Prozent jenes Betrags, der den
Vertragstherapeuten ausbezaht wird, das sind 520 Schilling.
Wahltherapeuten können von den Patienten Honorare ganz nach Lust und Laune
verlangen. Empfohlen werden vom Berufsverband maximal 1200 Schilling pro Sitzung.
Für Therapien bei Therapeuten, die die Kassenkriterien nicht erfüllen,
zahlen die Kassen nichts.
Sollte es zum Selbstbehalt für Kassenpatienten beim Arztbesuch kommen - die
neue Regierung stellt ihn bis zur Höhe von 20 Prozent den Krankenkassen frei
-, würde dies vermutlich auch für Psychotherapie gelten. Davor warnt Alfred
Pritz, Präsident des Psychotherapeuten-Berufsverbandes: "Bei Psychotherapiepatienten
sind oft Behandlungen über Monate notwendig. Durch den Selbstbehalt wäre
das ziemlich teuer."
Alfred Pritz weiß zu berichten, dass viele Patienten ihren Therapeuten von
großen Ängsten berichten, die durch die derzeitige politische Situation
ausgelöst werden. "Es wäre wichtig, dass die Regierung Verständnis
für die Gegnerschaft und die dahinter liegenden Ängste aufbringt",
sagt Pritz. Mit Schuldzuweisungen würden keine Probleme gelöst, nur mit
dem Gespräch und dem Zuhören.
Der "Österreichische Berufsverband für Psychotherapie" (ÖBVP)
lehnte am Wochenende jenen bereits ausgehandelten Vertrag mit dem Hauptverband der
Sozialversicherungen ab, der Psychotherapie auf Krankenschein ermöglichen soll.
Jetzt scheint eine Spaltung des ÖBVP bevorzustehen, denn eine "Vereinigung
der Vertrags- und Wahlpsychotherapeuten" hat dem Hauptverband angeboten, den
Vertrag sofort zu unterschreiben.
Die sonst informative Analyse enthält einen gravierenden Fehler: Der Dachverband
der Sozialversicherungsträger verlangte nämlich nicht zusätzliche
Ausbildungen, sondern irgendeine nachgewiesene Tätigkeit im Krankenhaus, z.
B. auch im Reinigungsdienst. Die von den Krankenkassen verlangten zusätzlichen
Hürden haben offensichtlich andere Ziele, als die Qualität der Psychotherapien
zu heben.
Stellte man diese absurde Forderung, weil die Krankenkassen das Zustandekommen eines
Vertrages verhindern wollten? Oder wenn ein Vertrag, nur für wenige?
Die Voraussetzungen, um in Österreich gesetzlich als Psychotherapeut anerkannt
zu werden (5- bis 10-jährige Ausbildung), gehören zu den strengsten und
umfangreichsten auf der Welt. Hätten sonst die Kassen all die Jahre den Zuschuss
bezahlt?
DR. AUGUST THALHAMER, Linz
Seit 1. Jänner 1992 ist in Österreich die Psychotherapie auf Krankenschein
gesetzlich festgeschrieben. Aber es gibt sie nicht. Kürzlich wurde zwar endlich
ein Gesamtvertrag zwischen den frei praktizierenden Psychotherapeuten und den Krankenkassen
(Hauptverband) ausgehandelt, aber unterschrieben ist er noch nicht: Weil es um einige
Vertragspunkte Streit gibt im "Österreichischen Berufsverband für
Psychotherapie" (ÖBVP). Hauptstreitpunkt: Die Krankenkassen wollen nur
jenen Therapeuten Honorar zahlen, die durch spezielle Zusatzausbildungen qualifiziert
sind. Diese Kriterien sind unter den Therapeuten umstritten. Sie werden derzeit
nur von etwa einem Drittel der 4000 frei praktizierenden Therapeuten erfüllt.
Die Situation derzeit: Versicherte, die sich an einen frei praktizierenden Psychotherapeuten
wenden, erhalten von der Krankenkasse einen Kostenzuschuss von 300 Schilling pro
Sitzung, die nötige chefärztliche Bewilligung wird in der Regel erteilt.
Weil die Psychotherapeuten zwischen 900 und 1100 Schilling pro Sitzung verlangen,
muss der Patient 600 bis 800 Schilling aus eigener Tasche zahlen. Da oft Dutzende
Sitzungen nötig sind, um ein seelisches Leiden zu kurieren, können sich
viele Patienten keine Psychotherapie leisten.
Ab Februar 2000 wird es, wenn der zwischen den Krankenkassen und dem Vorsitzenden
des Berufsverbands der Psychotherapeuten ausgehandelte Vertrag unterschrieben werden
sollte, für die Patienten besser ausschauen: Es soll dann 415 Psychotherapeuten
mit Kassenvertrag geben, 40 davon in Oberösterreich. Bei diesen Therapeuten
muss der Patient nichts mehr bezahlen, sondern nur den Krankenschein mit der chefärztlichen
Bewilligung abgeben. Die Krankenkassen bezahlen den Psychotherapeuten pro Sitzung
650 Schilling Honorar.
Der Vertrag sieht außerdem vor, dass sich Patienten, die nicht zu einem Therapeuten
mit Kassenvertrag gehen wollen oder bei einem solchen keinen Termin mehr bekommen,
einen anderen Behandler aussuchen können. Da gibt es allerdings eine Beschränkung:
Nur wenn dieser "Wahltherapeut" die schon erwähnten strengen Ausbildungskriterien
der Krankenkasse vorweisen kann, erhält der Patient pro Sitzung 520 Schilling
(80 Prozent des Kassentarifs von 650 Schilling) von der Krankenkasse.
Somit ist klar: Für die Versicherten würde der vorliegende zwischen Psychotherapeuten-Berufsverband
und Krankenkassen ausgehandelte Vertrag große Vorteile bringen. Die Delegierten
des Berufsverbandes haben zwar am Wochenende die Zustimmung zu diesem Vertrag nicht
abgelehnt, aber sie verlangten von den Kassen "Nachbesserungen". Dabei
wird es nicht so sehr um höhere Honorare gehen, sondern um die bereits erwähnten
speziellen Ausbildungskriterien, die von den Krankenkassen verlangt werden. Es soll
zumindest eine längere Frist geben, innerhalb der Therapeuten die verlangte
Spezialausbildung und Behandlungserfahrung nachweisen können.
Nur eine relativ kleine Gruppe von Psychotherapeuten lehnt den vorliegenden Vertrag
rundweg ab und verlangt eine Neuverhandlung mit den Krankenkassen. Es ist zu hoffen,
das sich diese Gruppe nicht durchsetzen wird. Eine Neuverhandlung würde bedeuteten,
dass es Psychotherapie auf Krankenschein noch lange nicht geben wird.
Wenn der Hauptverband der Sozialversicherungen (= Krankenkassen) kompromissbereit
ist und über die verlangten und großteils vernünftigen "Nachbesserungen"
mit sich reden lässt, dann kann es ab Februar 2000 Psychotherapie auf Krankenschein
geben. Dann können sich auch sozial schlecht gestellte seelisch kranke Patienten
eine notwendige Therapie leisten.
Obwohl Experten bezweifeln, dass es reichen wird, wenn in Österreich nur 415
Psychotherapeuten jeweils 25 Sitzungen pro Woche für "Krankenscheinpatienten"
anbieten, sollte der Vertrag unterschrieben werden. Wenn sich dann herausstellt,
dass die 415 Therapeuten mit Kassenvertrag den Bedarf nicht annähernd decken,
wenn die Krankenkassen nur bedauernd mit den Schultern zucken, obwohl hunderte Patienten
bei den "Krankenschein-Therapeuten" keinen Termin mehr bekommen, dann
wird es auch Aufgabe der Medien sein, laut gegen diesen skandalösen Misstand
zu protestieren.
Jetzt aber wäre es skandalös, wenn die Psychotherapeuten einen Vertrag
mit den Krankenkassen ablehnen, der für eine im europäischen Vergleich
beispielhafte Versorgung von seelisch kranken Patienten sorgen würde und Einsparungen
von Psycho-Medikamenten bewirken könnte.
Linz. Psychotherapie soll es schon bald auf Krankenschein geben. Dies sieht
ein Vertragsentwurf vor, der am Samstag vom Berufsgruppen-Parlament der Psychotherapeuten
bestätigt werden soll. Doch nun formiert sich Widerstand.
"Es gibt in Österreich 5500 eingetragene Psychotherapeuten. Nach den Vorstellungen
der Sozialversicherungsträger sollen aber höchstens 1500 davon abrechnungsberechtigt
werden", kritisiert der Landesobmann des Verbandes, Friedrich Fehlinger, im
Gespräch mit den OÖN. Mit dem vorgelegten Vertragsangebot würde der
Hauptverband gegen wesentliche Eckpunkte des seit 1991 gültigen Psychotherapiegesetzes
verstoßen, ist Fehlinger überzeugt.
So müsste etwa ein Psychotherapeut, um laut dem nun vorliegenden Vertragsentwurf
des Hauptverbandes kassenabrechnungsberechtigt zu werden, wenigstens ein Jahr lang
mindestens 40 Stunden pro Woche in einem Krankenhaus beschäftigt gewesen sein.
"Es ist doch unfair, wenn etwa ein Kollege 20 Jahre lang im Kinderkrankenhaus
20 Stunden pro Woche geleistet hat und deshalb nicht abrechnungsberechtigt wird",
findet Fehlinger den Vertragsentwurf unannehmbar.
Beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger in Wien versteht man die Aufregung
in Oberösterreich dagegen nicht. "Der Vertragsentwurf entspricht den im
Gesetz vorgeschriebenen Kriterien", versichert Pressesprecherin Andrea Rogy.
Die Kritik am Vertragsentwurf wertet man beim Hauptverband als internes Problem
der Berufsgruppenvertretung.
Dem widerspricht wiederum Fehlinger. Im übrigen sei man an einer Vertragslösung
sehr wohl interessiert, aber: "es kann doch nicht so sein, dass sich der Hauptverband
über den Gesetzgeber stellt und bestimmt, wer abrechnungsberechtigt ist und
wer nicht."
Fehlinger rechnet deshalb damit, dass das Berufsgruppenparlament am Samstag nicht
mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit dem Vertragsentwurf zustimmt und dieser
daher auch nicht in Kraft tritt. Er wirbt deshalb jetzt um Verständnis bei
den Patienten, dass es Psychotherapie auf Krankenschein wohl noch einige Zeit nicht
geben wird.
(eku)