FÜR EINE DEMOKRATISCHE WENDE IM ÖBVP!

Wir unterstützen die Präsidiumskandidatur von Dr. Margret Aull und ihrem Team
(Dr. Eva Mückstein, Johannes Rudnik, DDr. Alfred Oppolzer, Franziska Weidinger)


In den letzten Monaten ist im ÖBVP eine äußerst kritische Situation entstanden. Unter dem Druck des Hauptverbandes wurde ein Kassenvertragsentwurf vorgelegt, der unsere Berufsvertretung vor eine sehr schwierige Entscheidung stellte. Damit waren auch hohe Anforderungen an die Führung unseres Verbandes gestellt. Leider hat diese aus unserer Sicht diesen Anforderungen weitgehend nicht entsprochen:

Nicht die Befürwortung der Vertragsannahme halten wir dem scheidenden Präsidium vor, sondern den Machtmißbrauch und die verantwortungslose Gängelung des Verbandes, mit dem es seinen persönlichen Standpunkt den Mitgliedern aufzuzwingen versuchte. Gerade angesichts einer so schwierigen Entscheidung hätte eine verantwortungsbewußte demokratische Führung des Verbandes folgendes erfordert:
- Möglichst breite und sachliche Information aller Mitglieder,
damit sie sich eine fundierte Meinung bilden können. Stattdessen verfolgte dieses Präsidium eine Linie des Verschweigens, der Halbwahrheiten, der Desinformation. Bis heute sind vielen Mitgliedern die tatsächlich mit dem Hauptverband getroffenen Absprachen und ihre Bedeutung nicht in ihrer vollen Tragweite bekannt.
- Nutzung aller Ressourcen im Verband, um offene Sachfragen zu klären. Stattdessen wurden wichtige Fragen nur deshalb nicht untersucht, weil diese Untersuchung unliebsame Ergebnisse erbringen hätte können (Einholung unabhängiger Rechtsgutachten, Erhebung über die ökonomischen Auswirkungen, sachgerechte Erhebung über die Auswirkungen auf die Situation der PsychotherapeutInnen und AusbildungskandidatInnen etc.)
- Förderung des freien Meinungsaustausches unter den Mitgliedern unter fairer Abwägung aller Argumente, damit es zu einer informierten und fundierten Willensbildung unter den Mitgliedern kommt. Stattdessen mißbrauchte das scheidende Präsidium die ihm vom Verband in die Hand gegebenen Mittel und Medien, um ausschließlich für den eigenen Standpunkt zu werben und jede Gegenmeinung zu diffamieren.
- Verantwortungsvollen demokratischen Umgang mit den Entscheidungsstrukturen und -verfahren im Verband. Stattdessen wurden diese zu einer Spielwiese von Geschäftsordnungs- und Statutenakrobatik gegen ihren eigentlichen demokratischen Sinn verzerrt.

Dr. Sprinz und Dr. Szyszkowits, die in den Führungspositionen für das Pritz-Nachfolge-Team kandidieren, haben die Linie des scheidenden Präsidiums als Mitglied des Verhandlungsteams bzw. als Vizepräsidentin entscheidend mitgetragen und daher mitzuverantworten.

Wir sind für eine konstruktive Veränderung und unterstützen deshalb die Kandidatur des Teams von Dr. Margret Aull,
- weil sich die Mitglieder dieses Teams aktiv für eine Kurskorrektur im ÖBVP und für einen demokratischen, integrativen Umgang mit den Meinungsverschiedenheiten im Verband eingesetzt haben und weil sie dabei Umsicht und Sorgfalt an den Tag gelegt haben;
- weil sie daher glaubwürdig die anstehende demokratische Erneuerung und die Rückkehr zu einer sachlichen und integrativen Politik im ÖBVP repräsentieren;
- weil sie in ihren bisherigen Funktionen und Tätigkeiten in der Berufspolitik die Kompetenz, Einsatzbereitschaft und konstruktive Kooperationsfähigkeit gezeigt haben, die wir uns für die Führung des Verbandes wünschen.

Thomas Aichhorn
Dr. Nancy Amendt-Lyon
Dr. Erwin Bartosch
Dr. Maria Bruckbäck
Dr. Edith Frank-Rieser
a.o. Univ. Prof. Dr. Oskar Frischenschlager
Mag. Kathleen Höll
Prof. Eva Kriechbaum-Tritthart
Ass. Prof. Dr. Anton Laireiter
Eva-Maria Melchart
Prof. Dr. Franz Alberich Pesendorfer
Harald Picker
Dr. Richard Picker
HR Dr. Olga Schaendlinger
Univ. Prof. Dr. Gerhard Schüßler
Dr. Gerhard Stemberger
Peter Stippl
Dr. Egon Urban
Karin Vokoun-Tremba
Dr. Helga Wimmer


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