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Sektion Psychotherapie der |
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Dieter Zabransky und Marianne Soff
Auf der Grundlage einer kritisch-realistischen Haltung gegenüber der phänomenalen Welt des Klienten ist die "Art des Hinschauens" die primäre Methode der Gestalttheoretischen Psychotherapie:
"Psychotherapie geschieht primär als Veränderung der Erkenntnisstruktur eines Menschen. Und es kann deshalb nicht verwundern, wenn im Rahmen psychotherapeutischer Anwendung des Kritischen Realismus die Folgen für den Klienten ganz ähnlich denen für die auf diesem erkenntnistheoretischen Ansatz gründenden Psychologie sind: Er erkennt seine Fähigkeit zur Selbstregulation. Was immer als psychische Störung konkret in Erscheinung treten mag, entscheidend für den Erfolg oder den Mißerfolg im Bemühen um ihre Überwindung ist die Art, wie - mit welcher Einstellung -jemand sie bei sich und bei anderen wahrnimmt" (WALTER, 1985b).
Es geht also darum, sich in kritisch-realistischer Haltung vorbehaltlos auf die phänomenale Welt einzulassen. Gemäß der "Gefordertheit der Lage" im Sinne WERTHEIMERs und KÖHLERs soll die Fähigkeit zu sachlichem und situationsgemäßem Handeln gefördert werden. Sachlichkeit, sich von einer bestehenden Aufgabe leiten zu lassen, setzt nach METZGER die Fähigkeit voraus,
"zeitweilig von sich selber absehen zu können, damit die Forderungen der Lage rein und unvermengt mit nicht zugehörigen persönlichen Wünschen und Anliegen erfaßt werden können" (METZGER, 1975b).
METZGER bezieht sich dabei insbesondere auf die Geltungssucht und die Ich-Bezogenheit (Ich-Haftigkeit nach KÜNKEL). Mit zunehmender Fähigkeit, einerseits eigene Bedürfnisse adäquat äußern und andererseits von ich-haftem Verhalten absehen zu können, erhöht sich die Beziehungsfähigkeit und damit auch die Fähigkeit, sich als Teil einer Gemeinschaft zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus zu handeln. Der Gruppe als therapeutischem Medium kommt von daher eine zentrale Bedeutung zu.
Die soziale Gruppe, wie sie nach LEWIN (1968) bereits von zwei Menschen gebildet wird, stellt die grundlegende Determinante, den Boden des Lebensraumes dar. Nur die ehrliche Begegnung zwischen Psychotherapeut und Klient - wie auch zwischen den Gruppenteilnehmern - bietet Halt und verläßliche Orientierung. Dem Klienten soll eine innere Haltung von Wärme und einfühlendem Verständnis, Echtheit und Transparenz entgegengebracht werden, wie sie auch von ROGERS als Prozeßvariable der Psychotherapie formuliert worden ist.
Entsprechend dem Verständnis der "Zeitperspektive" und des "Hier-und-Jetzt-Prinzips" LEWINs ist die Auseinandersetzung mit der "historischen" Vergangenheit des Einzelnen nicht das primäre Ziel Gestalttheoretischer Psychotherapie. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erweist sich aber insofern oftmals als notwendig, als Erinnerungen an vergangene Erlebnisse das freie Erleben und Handeln im Hier-und-Jetzt behindern und dadurch den Blick auf Gegenwart und Zukunft verstellen können ("systematischer Ursachenbegriff"). Auch der Zukunftsperspektive des Menschen kommt in der Psychotherapie große Bedeutung zu. Gerade die Hoffnung, welche der Mensch in seine Zukunft setzt, ist es, die ihn zum konstruktiveren Leben ermutigen kann. In der Psychotherapie kommt es darauf an, die Hintergründe für blockierende Befürchtungen und Ängste im Lebensraum des Klienten aufzudecken und dem Prinzip Hoffnung" (BLOCH, 1967) wieder zum Durchbruch zu verhelfen, so daß er zunehmend dazu in der Lage ist, sich seiner Situation vorbehaltlos zu stellen, realistische Ziele zu entwickeln und seine Kräfte und Fähigkeiten im Sinn der Selbstregulation zu entfalten.
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schöpferischer Freiheit"
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